Pro-Linux News: OpenSUSE 11.2 veröffentlicht
Das OpenSUSE-Projekt hat OpenSUSE Version 11.2 veröffentlicht. OpenSUSE 11.2 enthält unter anderem die Desktopumgebungen KDE 4.3 und Gnome 2.28 sowie OpenOffice.org 3.1 und Firefox 3.5.4. KDE ist als Standarddesktop der Distribution voreingestellt, auf Wunsch können Anwender auf Gnome, Xfce 4.6 oder einen Window-Manager ihrer Wahl umschalten.
OpenSUSE 11.2 setzt auf einen Kernel 2.6.31 und die Dateisysteme Ext4 und Btrfs. Die Distribution ist bestens dafür gerüstet, mit anderen Menschen weltweit in Kontakt zu bleiben. So bringen die großen Desktopumgebungen KDE und Gnome mit Choqok und Gwibber Clients für die Microblogging-Dienste Twitter und Identi.ca mit. Gwibber unterstützt darüber hinaus auch Facebook, Jaiku, Flickr und Digg. Das neue OpenSUSE soll nicht nur Desktops und Notebooks erobern, sondern auch sehr gut für Netbooks geeignet sein.
Mit der aktuellen OpenSUSE-Version ist es kein Problem, die komplette Festplatte zu verschlüsseln. Mittels WebYAST können Server komfortabel aus der Ferne admininstriert werden. Um von OpenSUSE 11.1 auf 11.2 zu aktualisieren, empfehlen die Entwickler Zypper als Upgrade-Werkzeug für die Kommandozeile.
OpenSUSE 11.2 ist als DVD-Image, KDE-Live-CD und Gnome-Live-CD für 32- und 64-Bit-Architekturen sowie als Netzwerkinstallation verfügbar. Bei den Images handelt es sich um Hybrid-Images, welche sich zum einen auf DVDs oder CDs brennen, zum anderen einfach mittels dd unkompliziert auf USB-Medien übertragen lassen. Mit OpenSUSE 11.2 beginnen neue Veröffentlichungs- und Support-Zeiträume. Die Distribution soll zukünftig zu festen Terminen alle acht Monate erscheinen und nur noch 18 Monate statt wie bisher zwei Jahre mit Sicherheits- und anderen wichtigen Updates versorgt werden. (Falko/Goose)
Linux-Magazin Online: Opensuse 11.2 ist da Galerie
Das Opensuse-Projekt hat sich für die aktuelle Version 11.2 besonders viel Zeit genommen: fast ein Jahr ist seit der Veröffentlichung von Opensuse 11.1 verstrichen.
Opensuse bringt in dieser Version erstmals einen speziell auf Desktop-Systeme zugeschnittenen Kernel. Er ist auf niedrige Latenzen optimiert full preemtion und HZ=1000 und die Entwickler haben ein paar Features daraus entfernt, die man normalerweise nur auf Server-Systemen braucht, zum Beispiel den Gruppen-Scheduler.
Bei der Neuinstallation nutzt Opensuse 11.2 das Dateisystem Ext4 als Standard, beim Update bleibt das Dateisystem erhalten. Eine Installation auf ReiserFS oder Ext3 ist weiterhin möglich. Über einen Klick auf die Checkbox Geräte-Verschlüsselung lässt sich die Root-Partition zudem verschlüsseln. Leider hat es das Opensuse-Team auch bei dieser Version nicht geschafft, das Partitionierungsmodul so zu gestalten, dass bei einer Auflösung von 1024 x 768 Pixeln die Buttons gut sichtbar und auch lesbar sind.
Kein Update hat Novell hingegen bei Grub vorgenommen. Anders als beim neuen Ubuntu kommt weiterhin der alte Grub zum Einsatz. KDE 4 ist nun als Standarddesktop ausgewählt, eine Enntscheidung für Gnome oder XFCE ist ebenfalls möglich. Marcel Hilzinger hat sich in seinem Artikel auf unserer Schwestersite Linux-Communityausführlich mit dem neuen Opensuse beschäftigt.
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heise online: Bericht – EU will USA nahezu unbegrenzten Zugriff auf Bankdaten gewähren
Die Europäische Union will den USA nahezu unbegrenzten Zugriff auf Zahlungsverkehrsdaten gewähren. Das geht aus einem Vertragsentwurf der schwedischen Ratspräsidentschaft hervor, der der Financial Times Deutschland FTD nach eigenen Angaben vorliegt. Die Schweden haben den Entwurf demnach zusammen mit EU-Justizkommissar Jacques Barrot ausgehandelt. Er sehe vor, dass Terrorfahnder der USA künftig legal Daten zu grenzüberschreitenden und inländischen Überweisungen in Europa auswerten können. Außerdem werde den US-Ermittlern ausdrücklich das Recht eingeräumt, ihre Daten auch an Drittstaaten weiterzugeben.Zwar sollen die US-Terrorfahnder ihre Anfrage begründen und „so eng wie möglich zuschneiden“, schreibt die FTD. Sei die auf dem Weg der Rechtshilfe gestellte Anfrage nicht präzise formuliert, sollten alle relevanten Daten wie Name, Adresse, Konto- und Personalausweisnummer im Paket übermittelt werden. Die Fahnder hätten nicht nur auf Daten des internationalen Dienstleisters SWIFT, sondern auch auf nationale Zahlungsverkehrsdienstleister Zugriff. Darüber hatte zuvor bereits der WDR aus Brüssel berichtet.
Der Entwurf soll laut FTD von den zuständigen Ministern am 30. November von den zuständigen Ministern abgesegnet werden – einen Tag vor Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags, mit dem das EU-Parlament erstmals Mitspracherechte in der Justiz- und Innenpolitik erhält. Das sehe der Grünen-Europaabgeordnete Jan Philipp Albrecht als Affront. Auch die Botschafter Deutschlands, Frankreichs, Finnlands und Österreichs hätten Bedenken angemeldet, sagten Diplomaten laut FTD.
Das SWIFT-Netzwerk in Belgien bündelt Überweisungsdaten von 9000 Banken aus über 200 Ländern. Eingeschlossen sind auch Überweisungen innerhalb der EU und Eilanweisungen innerhalb Deutschlands. SWIFT hatte im Herbst 2007 angekündigt, sein Datenverarbeitungszentrum bis Ende dieses Jahres in die Schweiz zu verlagern. Danach sollen alle übermittelten Daten zwischen Institutionen in Europa auch in Europa verbleiben. Sie würden so den Beschlagnahmeanordungen des US-Finanzministeriums für derzeit noch in den USA vorgehaltene Spiegel-Server entzogen, was die beiden Verhandlungspartner mit dem Übergangsabkommen verhindern wollen. Momentan wird über eine Übergangsregelung verhandelt. (anw/c’t)
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Linux-Magazin Online: Microsoft patentiert „sudo“
Ein neues Patent von Microsoft heizt die Softwarepatentdiskussion an: Der Softwaregigant erhebt urheberrechtliche Ansprüche auf „sudo“.
In regelmäßigen Abständen bringt Microsoft ins Gespräch, dass Linux und andere freie Software angeblich gegen 235 Patente verstößt – nun könnte der sudo-Befehl die Nummer 236 auf der Liste werden. Die Abkürzung für „super user do“ ist jedem Linux-Nutzer und Anwendern Unix-ähnlicher Betriebssysteme bestens vertraut, hiermit werden Prozesse beispielsweise mit Root-Rechten gestartet. Verpackt in eine grafische Oberfläche ist die Funktion nun unter der US-Patentnummer 79617530 registriert. Microsoft beschreibt hier in mehreren Absätzen in verschwurbelter Patentanwaltssprache, worauf sich der Anspruch gründen soll. Pamela Jones, die Betreiberin der Juristenplattform Groklaw, fasst die juristischen Formulierungen in ihrer Analyse in einfache Worte: „Sudo für Dummies“.
Als erstes Entstehungsdatum der Technologie nennt Microsoft gegenüber der Behörde das Jahr 1997. Tatsächlich wurde der Befehl „sudo“ von Bob Coggeshall und Cliff Spencer wohl im Jahr 1980 an der University of New York in Buffalo erfunden und zum ersten Mal in einem 4.1BSD eingesetzt. Aktuell wird sudo von Todd Miller betreut. Auf Groklaw kommentiert Jones trocken: „Ich vermute, Microsoft vergaß dies [im Patentantrag] zu erwähnen.“ Die Schlussformulierung der Patentschrift ist weit reichend: „… die Erfindung, die in den Ansprüchen definiert ist, ist nicht notwendigerweise auf die spezifischen Funktionen oder beschriebenen Einzelschritte begrenzt“, heißt es hier.Nun setzen Open-Source-Juristen große Hoffnungen auf den Prozess, der unter dem Namen „Re Bilski“ bekannt geworden ist. Im Oktober 2008 hatte ein US-amerikanisches Berufungsgericht entschieden, dass eine Geschäftsidee nicht als Patentgrundlage taugt. Zum Thema gehört wurden auch zahlreiche Softwareunternehmen, darunter IBM, Microsoft und Red Hat. Aktuell wird der Fall vom Obersten Gerichtshof neu verhandelt, Experten gehen davon aus, dass das Urteil grundlegende Auswirkungen auf die Patentierbarkeit von Software haben wird.
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heise online: Beta von VirtualBox 3.1 migriert VMs im laufenden Betrieb
Die kommende größere Version 3.1 von VirtualBox steht als Beta zum Testen bereit. Das nächste Release der Virtualisierungssoftware bringt ein paar interessante Neuigkeiten, darunter zum Beispiel die Fähigkeit, virtuelle Maschinen im laufenden Betrieb auf andere Hardware zu portieren. Die Entwickler nennen das Feature in Anlehnung an Star Trek „Teleportation“.
VMs können zudem jetzt von einem beliebigen Snapshot zurückgesichert werden, und nicht mehr, wie bislang, nur vom letzten Stand. Auch lassen sich nun Snapshots von Snapshots erstellen branched snapshots. Windows-Gastsysteme kommen in den Genuss von 2D-Bescheunigung, indem sie auf die Video-Hardware des Hostsystems zugreifen. Der Netzwerkverbindungstyp einer virtuellen Maschine kann nun im laufenden Betrieb verändert werden. Experimentelle Unterstützung gibt es für EFI Extended Firmware Interface.
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heise online: MythTV 0.22 mit neuer Oberfläche
Die Videorekorder-Software MythTV, die sich mit Plug-ins zum kompletten Media-Center ausbauen lässt, steht ab sofort in Version 0.22 zum Download bereit. In der neuen Version haben die Entwickler den Wechsel von Qt 3.4 auf Qt 4.4 vollzogen und haben die Benutzeroberfläche auf die neue MythUI-Bibliothek portiert.
Version 0.22 bringt einen VDPAU-Video-Renderer und -Decoder für die hardwarebeschleunigte Wiedergabe von H.264-, MPEG-1/2-, WMV- und VC-1-Videos mit. Ebenfalls neu ist die Unterstützung für DVB-S2. Der Mythbrowser ist nicht länger von KDE-Bibliotheken abhängig, sondern nutzt WebKit. Eine ausführliche Liste aller Neuerungen und Bugfixes findet man in den Release Notes. (amu/c’t)
LinuxCommunity: Linux-Motorrad mit Elektromotor fährt über 200 km/h
Es ist groß, schnell und schwarz und wirkt auf Linux- und Motorradfans gleichermaßen anziehend: Das neue E-Motorrad TTX02 von Mavizen.
Wer beim Stichwort „Elektro-Motorrad“ an ein schweres, langsames und zudem noch hässliches Fahrzeug denkt, hat noch nie von Mavizen gehört. Die englische Firma gehört zu den führenden Herstellern von Elektro-Motorfahrrädern und hat letzte Woche in Las Vegas sein Spitzenmodell für die Rennsaison 2010 veröffentlicht.
Beim TTX02 handelt es sich um das erster Elektro-Rennrad mit Bordcomputer, USB-Anschluss und IP-Adresse. So lässt sich das Rennrad per integriertem WLAN in der Box schnell überwachen und tunen. Als Herz der über 200 km/h schnellen Rennmaschine kommt ein Linux-System zum Einsatz. Die Firma verkauft nach eigenen Angaben rund 50 Stück des Elektro-Motorrads, der Preis pro Maschine beträgt rund 40 000 US Dollar.
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Motorsport-Magazin.com: Mang von Schrötters Leistung begeistert – Schrötter freut sich auf 2010
Marcel Schrötters Auftritt als Wildcard-Fahrer in Valencia hat ordentlich Eindruck gemacht. Zwar konnte er mit seiner Fahrt zu Startplatz vier auf dem Sachsenring dieses Jahr schon einen ersten Warnschuss abgeben, in Spanien konnte er aber auch im Rennen gegen etablierte Konkurrenz bestehen und das obwohl er mit der Honda ein schwächeres Motorrad unter sich hatte. Seinen Förderer Toni Mang beeindruckte die Leistung.
„Diese Topleistung war unerwartet, denn es wäre bei einem so jungen Fahrer normal gewesen, wenn er sich in dem einen oder anderen harten Zweikampf zurückgehalten hätte. Doch er hat reingehalten und ist sitzen geblieben“, sagte Mang.
Schrötter selbst war klarerweise auch zufrieden und schon gespannt auf seinen vollen WM-Einstieg im kommenden Jahr. „Dieser Platz freut mich sehr, es ist ja super gelaufen. Jedes weitere Rennen macht noch mehr Lust auf nächstes Jahr.“
Motorsport-Magazin.com: Backflip – Der satirische Rückblick
Espargaro, Corsi, Olive, Iannone hatten im 125er-Rennen viel zu tun. Sie fragten sich vor allem: Wer ist der Typ mit der roten Maschine??? Und was macht eine Honda hier vorn? Die Antwort ließ den gestürzten Stefan Bradl, den direkt besiegten Sandro Cortese und den gestürzten Jonas Folger als etablierten Deutschen die Schamesröte ins Gesicht treiben. Da kam der Marcel Schrötter einfach mal so daher nach Valencia und versägte sie alle, holte sich einfach Mal Rang fünf im Rennen und elf Punkte. Mit denen zusammen, die er auf dem Sachsenring und in Brünn gesammelt hat, kommt er auf 18 Punkte und Gesamtrang 23 der diesjährigen 125ccm-Weltmeisterschaft. Als WildCardler liegt er damit vor Permanent-Startern wie Michael Ranseder, Jasper Iwema und Cameron Beaubier. Peinlich für die Etablierten, Super-Leistung vom zweifachen deutschen Meister bis 125cc und amtierenden Europameister.
Pro-Linux News: Bundesverdienstkreuz für Matthias Ettrich
KDE-Initiator Matthias Ettrich wurde in Berlin mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Matthias Ettrich erhielt den Orden am 6. November in Berlin für die Gründung des KDE-Projektes. Es wurde von der Staatssekretärin Almuth Nehring-Venus überreicht. Die Berliner Landespressestelle begründet die Ehrung mit dem besonderen Engagement Ettrichs für Open-Source-Software.
Das Bundesverdienstkreuz, genauer Bundesverdienstorden, ist in mehrere Stufen unterteilt. Es wird an Menschen vergeben, die sich auf besondere Weise auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem, geistigem oder ehrenamtlichem Gebiet engagiert haben.
Als Matthias Ettrich vor 13 Jahren das KDE-Projekt ins Leben rief, dachte er sicher nicht daran, einmal einer der jüngeren Empfänger des Verdienstordens zu werden. Gemäß den Vergaberichtlinien erhielt er die unterste Stufe des Ordens, die Verdienstmedaille. Ettrich soll von der Auszeichnung ziemlich überrascht gewesen sein. Nachdem er den Orden erhalten hatte, stellte er lediglich die Frage: »Was kommt als Nächstes?« Der KDE-Nachrichtenticker »Dot« ist sich sicher, dass seine Antwort in einer weiteren außergewöhnlichen Leistung bestehen wird.
Update:: Matthias Ettrich erhielt die Verdienstmedaille und nicht, wie zuerst gemeldet, den Verdienstorden am Band.
via Pro-Linux News: Bundesverdienstkreuz für Matthias Ettrich.
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